Allerheiligen im Pielachtal

Allerheiligen, eine Zeit der Ruhe und des Gedenkens an die Liebsten. Ein alter Brauch ist der Allerheiligenstriezel, der den Patenkindern von ihren Taufpaten geschenkt wird. Das Pielachtal, oder im Volksmund Dirndltal ist vor allem auch für seine Köstlichkeiten aus der roten Dirndl-Frucht sehr bekannt. Noch haben sich alte Strukturen und Traditionen im Pielachtal erhalten. Allerheiligen und Allerseelen sind Tage an denen sich die Familie – und zwar die Große mit Cousinen, Neffen, Onkeln und Tanten – noch trifft und sich gerne gemeinsam an die Verstorbenen erinnert, die man vorher beim Grabgang besucht hat. Auch die Grabpflege ist eine wichtige Tradition. Zu Allerheiligen und Allerseelen können bereits die ersten Stiefmütterchen eingesetzt werden, damit das Grab im Frühjahr dann in voller Blütenpracht steht. Damit die Gräber der Liebsten auch im Winter feierlich aussehen, werden traditionelle Allerheiligen Gestecke hergestellt. Rund um Allerheiligen und Allerseelen hat auch die Wildküche Hochsaison. In den traditionellen Gasthäusern werden deftige Speisen wie zum Beispiel ein Wildragout zubereitet und begeistern damit ihre Gäste. Viele Familien treffen sich nach dem gemeinsamen Grabgang auch gerne in einem solchen Gasthaus, um gemeinsam das Leben zu feiern und die schönen Erinnerungen hochleben zu lassen. Aus der berühmten Dirndlfrucht kann man nicht nur schmackhafte Säfte und Marmeladen herstellen, sondern ihre Kerne eignen sich auch hervorragend, um damit Allerheiligenschmuck zu basteln. Die Traditionen aus dem Pielachtal sind ein Stück österreichischer Kultur, das sich in seiner ursprünglichen Form erhalten hat.

 

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